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Aktuelles

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Info vom Kählerhof (Link zur Schule)

Info vom Kählerhof

 


 

Das Sommerfest im Kindergarten

Am 15. Juli 2017 war es endlich soweit. Die Kindergartengemeinschaft feierte ihr Sommerfest. Und was wäre ein Sommerfest ohne Sonne?
Aber pünktlich um 10 Uhr zu Beginn unseres Festes kam die Sonne raus.

Die Kinder sammelten sich alle drinnen, während die Eltern, Großeltern und alle anderen Besucher sich im Spalier vom Kindergarten zum Schulhof aufstellten.

Und dann kamen unsere Kinder, mit ihren wunderschönen Blumenkränzen auf dem Kopf, bei strahlendem Sonnenschein singend aus dem Kindergarten gelaufen. Auf dem Schulhof angekommen wurde getanzt und gesungen. Die Königskinder führten ihren Schulkindtanz auf und wurden als Kindergartenkinder verabschiedet. Dann zog die Kindergartengemeinschaft singend zurück, in den so liebevoll von unseren Erziehern und Eltern geschmückten Kindergarten. Vielen Dank an dieser Stelle, an die fleißigen Helfer, die dieses schöne Fest für uns alle ermöglicht haben.

Die Kinder erfreuten sich dann beim Fische angeln im großen See, bei der Edelsteinsuche oder beim Kirschkernweitspucken. Wer keine Angst vor nassen Füßen hatte, konnte seine Geschicklichkeit beim angeln mit den Fußen nach Murmeln unter Beweis stellen.

Viel Spaß hatten jung und alt beim Schubkarrenrennen, wo es doch teilweise sehr rasant in die Kurven ging. Dann wurde das Buffet eröffnet und alle konnten sich nach diesem aufregendem Treiben etwas stärken. Zum Abschluss dieses wirklich gelungenen Festes verabschiedeten sich alle mit dem Lied „Geh aus mein Herz“.

SommerfestBilder

Miriam Neumann-Peters für die Kindergartengemeinschaft

 


 

Erntefest im Waldorf-Kindergarten:

„Das war die beste Suppe, die ich je gegessen habe!"
oder: Die beste Suppe seit immer

Es herrscht emsige Stille, als wir morgens den Gruppenraum betreten. Schon morgens um acht sitzen fleißige Küchenhelfer an den Tischen und schneiden Gemüse. Und zwar ihr Gemüse, das Gemüse, welches die Kinder selber mitgebracht haben, sei es noch eigens aus der Erde geholt oder zusammen mit der Familie besorgt.
Da kommen schon die nächsten Kinder an. Sie wollen auch Gemüse schneiden. Ja, klar! Hier ist noch Platz, da ist ein Brett, hier ein Messer. Hm, mit dem Messer geht es noch nicht so gut, vielleicht schälst du dann erst einmal die Möhre. Ja, das geht.
Das beste ist, wenn die Gemüseschüssel am Tisch wieder leer gearbeitet ist und man mit der großen Schüssel neues Gemüse aus den toll aufgestellten Erntekörben holen darf. Was ist denn da noch im Korb? Oh, Kastanien! Und Eicheln! Guck mal, die Kastanie ist noch in der Schale, ob ich die wohl da raus kriege... Am Tisch wird gerufen: Wo bleibt das Gemüse? Ach ja, das Gemüse.
Die ersten Kinder sind fertig mit ihrer Küchenarbeit. Sie ziehen sich an und können draußen zusehen, wie das Feuer für die Suppe entfacht wird. Es schlagen hohe Flammen in den frischen Morgen empor und sorgen für ein bisschen Wärme. Die Kinderaugen bleiben am Flammenspiel haften. Es ist ein wirklich ruhiger, fast besinnlicher Morgen im Kindergarten.
Die Glut ist gut, der Topf wird gerichtet und es wird schüsselweise geschnittenes Gemüse herausgetragen. Bald ist der erste Topf voll, man weicht auf einen zweiten Topf aus. Es zischt und dampft, dann kommt das Wasser dazu und es blubbert.
So langsam sind die Kinder wieder mit ihrem Spiel beschäftigt und überlassen den Erwachsenen das Kochen. Dann geht es auch schon wieder rein, es ist Zeit für den Erntereigen. In der Zwischenzeit sind die Mamas und Papas im Garten fleißig, richten die Tafel her und schmücken den Garten. Die Tische sind liebevoll mit allerlei Buntem aus der Natur dekoriert, das gestern gebackene Erntebrot wird zurecht gestellt.
Es kommen immer mehr Gäste und es dauert nicht lange, da ziehen auch die Kinder aus allen drei Gruppen singend in den Garten ein. Sie bilden einen großen Kreis und singen „Heo, spann den Wagen an". Nach der Begrüßung finden sich die Familien zusammen, nehmen Platz an der Tafel, das Tischgebet wird gesprochen und das Erntebrot angeschnitten. Alle haben nun Hunger und es breitet sich kurz eine Unruhe aus, als die Schüsseln und das Essgeschirr herausgesucht werden. Kurz darauf, als die ersten mit ihrer Suppe beginnen, ist es auf einmal wieder ganz still.
Oh, und wie das schmeckt! Mama, das haben wir alles ganz alleine geschnitten! Ich hab die Kartoffeln gemacht! Von mir sind die Möhren! Also so eine leckere Suppe hab ich noch nie gegessen! Ein kleines Schmunzeln huscht über das Gesicht der Großen – das Kind ißt Suppe! Also mindestens einmal muss nachgeholt werden, da, direkt aus dem großen Topf, der immer noch über der Glut hängt.
Nach dem Essen drängt es die Kinder in die Bewegung. Los geht es in den Windpark, denn auch an die Tiere soll gedacht werden beim Erntefest! Wir Großen bleiben gerne noch einen Augenblick am Tisch sitzen. Dann beginnen die ersten zusammenzuräumen und bald helfen alle mit. Viele Hände brauchen dafür nicht lange und nebenbei bleibt immer noch Zeit für ein Pläuschen.
Mit glänzenden Augen, aber müde, kehren die Kindergruppen zurück. Gemeinsam bilden wir zwei Kreise, singen noch einmal unser Erntelied, im Kanon. Bevor es nun nach Hause geht, bekommt jedes Kind ein Erntesträußchen von seiner Erzieherin gereicht. Mit der Melodie im Kopf und einem Lächeln im Gesicht geht's nach Hause: schön war´s!

02.10.15
Steffi von Borstel

 


 

 

Werkeltag im Kindergarten

oder: Was man feiertags sonst noch so macht

Heute ist Samstag. Samstag, der 03. Oktober, also ein Feiertag und Werkeltag im Kindergarten. Gut, einkaufen kann man sowieso nicht, also wieso nicht im Kindergarten ein bisschen was werkeln?!
Schon um fünf nach zehn herrscht eine ordentliche Geräuschkulisse auf dem Gelände. Vor dem Tor stehen kleine und große Helfer mit ihren Schubkarren im ersten Stau. Denn dort wollen wiederum die Leute mit Armen voller Abgeschnittenem hinaus. Man erkennt sie gar nicht, sieht nur die große Menge Ranken, die sie halten. Hat man sich endlich hindurch gezwängt, gelingt der Blick auf den Menschen: Ach, Du bist es! Guten Morgen! Und schon so fleißig?
Wir haben einiges vor: Die kleine Sandkiste hinter dem Ofenhaus soll wieder belebt werden, und dort muss der Sand jetzt hin. Das Staudenbeet vor dem Haus wird gelichtet und im Anschluss umgegraben. So einige Bäume und Sträucher müssen eingekürzt werden, die Motorsäge röhrt immer wieder laut auf. Der Kompost erfreut sich einer „Reinigung". Wege werden geputzt, kleinere Reparaturen an Mobiliar und Spielgeräten vorgenommen. Jeder findet schnell eine Aufgabe, ob groß oder klein.
Nach der dritten Schubkarrenladung geraten die ersten ins Schwitzen, der Haufen Grünzeug auf dem Hänger wird immer höher. Das muss schon mal zusammengedrückt werden, am besten also gleich ganz auf den Hänger! Die fleißigen Arbeiterinnen im Staudenbeet freuen sich über ihre Sonnenplätze, denn das Wetter meint es gut mit uns! Oh, Achtung Unfallgefahr: die Schubkarre des kleinen Herrn passt nicht an der Sammelstelle für Abgeschnittenes vorbei, gleich kippt sie! Oh, Glück gehabt! Die Schubkarre wird mit Hilfe noch einmal zurück gesetzt und jetzt von ihrem Fahrer gekonnt am Hindernis vorbei manövriert.
Gegen Mittag steigen leckere Gerüche in die Luft – die ersten Pizzableche sind wohl im Ofen. Das eigene Schaffen wird langsam gemächlicher: eine Pause, ja, das wär´s! Na, die eine Reihe, den einen Haufen oder die eine Ladung schaff´ ich noch. Dann... Mamaa, ich hab Hunger... und Durst... Papaa, ich muss mal... Also ab in die Pause!
Es ist der Wahnsinn, was da alles mitgebracht wurde! In Windeseile hat man sich eine Essens-Ausgabe hergerichtet, und die Kinder stehen schon Schlange. Über die Klassiker wie Pizza Margherita und Salami bis Pizza Hawaii, die Varianten mit und ohne Käse ist alles dabei. Jeder Geschmack wird fündig. Die Teller sind schnell Mangelware, also holt man noch von drinnen. Und dann tritt das „gefräßige Schweigen" ein, denn wenn man an der frischen Luft gearbeitet hat, ist der Appetit umso größer.
Das Ergebnis unseres Werkeltages kann sich sehen lassen! Viel wurde heute „bewegt", im wahrsten Sinne des Wortes. Einiges wurde begonnen und soll noch fortgeführt werden. Da kann man mal wieder sehen: Gemeinsam lässt sich´s einfach besser schaffen! Der nächste Werkeltag kann kommen!

Okt 2015
Steffi von Borstel

"Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen." (Rudolf Steiner)